10.02.26
Projektierungsempfehlungen zur Mehrsprachigkeit im TIA-Portal

Siemens hat TIA Portal V16 zum Januar 2025 abgekündigt. Für viele Maschinen- und Anlagenbauer ist der Wechsel auf höhere Versionen – aktuell V20 – damit unausweichlich.

In der Praxis bleibt es dabei häufig nicht bei einer reinen Migration. Projekte werden überarbeitet oder neu konzipiert. Genau in dieser Phase werden projektierungstechnische Entscheidungen getroffen, die später den Aufwand, die Qualität und die Kosten der Mehrsprachigkeit bestimmen.

Die technische Ausgangslage

Die führenden Softwarehersteller haben ihre Produkte in den 2010er-Jahren konsequent internationalisiert.

Systeme wie das TIA-Portal können heute alle Zeichensätze darstellen – und damit grundsätzlich jede Weltsprache. Die Darstellbarkeit von Sprachen ist damit kein technisches Problem mehr.

Die nächste, häufig unterschätzte Stufe ist jedoch die Internationalisierung der Projektierungstechnik.

Sprachen stehen nicht in einer 1:1-Beziehung zueinander. Syntax, Wortlängen, Grammatik und Mehrdeutigkeiten unterscheiden sich je nach Sprachraum erheblich. Projektierungstechnisch will man dennoch eine weitgehend eindeutige 1:1-Zuordnung von Texten zu Textfeldern erreichen – möglichst ohne Logikbruch in den HMI-Masken.

Genau hier setzt unser Whitepaper “Projektierungsempfehlungen zur Mehrsprachigkeit im TIA-Portal” an: Es zeigt, wie Projektierungstechniken so angelegt werden können, dass eine internationale Nutzung der HMI auch bei sehr unterschiedlichen Sprachräumen robust funktioniert.

Warum das wirtschaftlich relevant ist

Der häufig zitierte versteckte Fixkosten- und Qualitätsblock in der Softwarelokalisierung hat zwei Ursachen:

– eine nicht internationalisierte Projektierungstechnik
– eine nicht adäquat organisierte Lokalisierungs- und Qualitätssicherungskette

Dieses Whitepaper adressiert ausschließlich den ersten Punkt.

Wird die Projektierungstechnik nicht auf internationale Nutzung ausgelegt, entstehen unabhängig vom späteren Workflow:

– wiederkehrende technische Nacharbeiten
– Logikbrüche in fremdsprachigen HMI
– erhöhte Korrektur- und Testaufwände

Die Optimierung des Lokalisierungs-Workflows ist der nächste logische Schritt und wird in einem separaten Whitepaper behandelt.

Beide Ebenen zusammen entscheiden über Wirtschaftlichkeit und Qualität –unsere Projektierungsempfehlungen zur Mehrsprachigkeit im TIA-Portal legen dafür die technische Basis.

Ziel und Nutzen des Whitepapers

Unsere “Projektierungsempfehlungen zur Mehrsprachigkeit im TIA-Portal” bieten:

– softwaretechnisch unabhängige Projektierungsempfehlungen
– TIA-Portal-spezifische Hinweise
– klare Dos & Don’ts für die spätere Lokalisierung
– eine strukturierte, in der Praxis erprobte Vorgehensweise

Ziel ist es, Projektierungen so anzulegen, dass Mehrsprachigkeit beherrschbar, reproduzierbar und effizient umgesetzt werden kann.